Philipp Nordmann ist Installateur & Heizungsbauer in Gütersloh für Wärmeerzeuger wie Heizkessel, Heizungskessel und Heizgeräte. Kaminöfen mit Wassertasche zur Unterstützung der Heizung und zur Senkung der Heizkosten werden immer populärer, wichtig ist nur der richtige hydraulische Anschluß bzw. Einbindung in das Heizungssystem.

Partner der bundesweiten Kampagne für die Reduzierung von CO2

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Philipp Nordmann

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Ein wasserführender Kaminofen dient als zusätzlicher Energie-Lieferant und ist zusammen mit einem Pufferspeicher oder Schichtenspeicher in das Heizungssystem hydraulisch integriert. Man kann als Betreiber des Heizungssystems so vorsorgen, dass bei weiter steigenden Energiepreisen die Heizkosten für Erdgas bzw. Heizöl gesenkt oder zumindestens auf gleichem Niveau bebehalten werden.

Wasserführende Kaminöfen verfügen über einen Wasserwärmetauscher mit einem Wasserinhalt, dessen Größe sich nach der Größe des Kamins richtet. Das durch diese Wassertasche strömende Heizungswasser wird durch das Feuer im Kaminofen erhitzt. Von dort gelangt das aufgeheizte Wasser z.B. in einen Pufferspeicher oder besser in einen Schichtenspeicher.

Der Kaminofen gibt die Konvektionswärme und seine als besonders angenehm empfundene Strahlungswärme zu ca. 30% direkt an den Raum ab. Mit den restlichen ca. 70% unterstützt und entlastet er den Heizkessel und damit Heizungssystem und die Heizkosten. Auch lassen sich so die CO2-Emmissionen nachhaltig reduzieren, denn die Verbrennung von Holz läuft bekanntlich CO-2-neutral ab.
Heutige Kaminöfen verfügen über einen Außenluft-Anschluss und sind somit bestens auch für den Einbau in ein Niedrigenergiehaus oder Passivhaus geeignet, denn ohne diesen Außenluft-Anschluss besteht das Problem, dass die vorhandene Raumluft nicht ausreichen könnte, um den Kaminofen sicher und effizient betreiben zu können, da diese Haustypen durch die sehr gute Luftdichtheit keinen Sauerstoff auf natürlichem Wege durch die Baustoffe der Außenwand durchlassen. Als weitere Option bietet sich in Kombination mit einem solchen Kaminofen für die bestehende Heizungsanlage eine thermische Solaranlage an, was sowohl die Effizienz, die Heizkosten als auch die CO2-Bilanz nochmals verbessert.

aus der Praxis: Ein wasserführender Kaminofen, also ein Kaminofen mit Wassertasche, spart in einem standartisierten Reihenhaus von z.B. 120 m² Wohnfläche für eine Familie mit zwei Kindern ca. 70% Energie an Erdgas oder Heizöl ein, um die gleiche Prozentzahl werden die Heizkosten gesenkt. Ständig steigende Preise bei Erdgas bzw. Heizöl können mit einem solchen Kaminofen weitestgehend aufgefangen werden. Wichtig ist natürlich, dass man das Kaminholz günstig einkauft! Aber selbst regulär eingekauftes Brennholz bringt den großen Vorteil mit sich, den Umweltschutz durch Heizen mit co2-neutralem Holz zu unterstützen. Und wenn selbst der ökologische Aspekte bei der Anschaffung eines Kaminofens mit Wassertasche für den Endkunden eine leider bzw. eher nur untergeordnete Rolle spielt, so darf man als Betreiber dennoch stolz und zufrieden mit der Installation sein.

Das typische Wohnhaus mit einer Wohnfläche von 120 m² hat zweieinhalb bis drei Etagen und ist mit einer Zentralheizung (Gas-Brennwertgerät) ausgestattet, die ebenfalls die Warmwasserversorgung in einem nebenstehenden Warmwasserspeicher übernimmt. Ein Kaminofen mit Wassertasche versorgt also die Heizung und das Warmwasser mit notwendiger Wärme über Pufferspeicher oder Schichtenspeicher, von wo aus das Heizungssystem (Heizkörper oder Fußbodenheizung) und der Warmwasserspeicher mit Wärme gespeist werden.

Ledglich in der wärmeren Übergangszeit, wenn der Kaminofe verständlicherweise ausbleibt, und im tiefen Winter an den ganz kalten Tagen heizt die Gas-Brennwertheizung das Gebäude mit.


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