man unterscheidet:
- thermische
Solaranlagen für die Erwärmung von Wasser, mit welchem dann
Trinkwasser erwärmt und/oder ein Gebäude beheizt wird
- Photovoltaik-Anlagen
(PV-Anlagen) für die Erzeugung von elektrischem Strom
PLANUNG
bevor man
sich für den Kauf und die Installation einer thermischen Solaranlage
(`tS´) entscheidet, muß man folgendes beachten bzw. überprüfen:
- welche
Ausrichtung hat meine Dachfläche und ist diese überhaupt
groß genug, um eine `tS´ von mindestens 12 qm und mehr
dort zu installieren?
- habe
ich im Keller bzw. im Bereich der jetzigen Heizungsanlage genug Platz
für einen großen zusätzlichen Schichtenspeicher?
- wo kann
ich mit den zwei Leitungen für die Anbindung der `tS´ auf
dem Dach mit der jetzigen Heizungsanlage langgehen?
- wieviel
Prozent meiner derzeitigen Energiekosten benötige ich für
meine Gebäudebeheizung und wieviel für meine Trinkwassererwärmung?
- welchen
Anteil meiner Energiekosten gebe ich zur Zeit für die Gebäudebeheizung
und für die Trinkwassererwärmung aus und wieviel meines
Geldes verpufft momentan noch als Strahlungswärme in meinem `Heizungskeller´
(dem wärmsten Raum im Haus!) oder als warmes bzw. heißes
Abgas über meinen Schornstein nach draußen in die Umwelt
(Messprotokoll Ihres Schornsteinfegers!)?
- welche
Vorlauftemperatur benötige ich mindestens, um mein Haus zu beheizen?
- wieviel
Warmwasser (bzw. erwärmtes Trinkwasser) benötige ich durchschnittlich
täglich?
überfragt?
hier ein
paar Hilfen, um die oben genannten Punkte zu klären:
- Dachausrichtung,
Dachstatik und Montage: ideal ist eine Ausrichtung nach Süden
mit einer Dachneigung von 27° - 33° im Jahresmittel, da im
Winter bei flachstehender Sonne die meiste Sonnenenergie benötigt
wird.
Einfallswinkel der Sonnenstrahlung in den verschiedener Jahreszeiten
Jede Abweichung nach Westen oder Osten und jedes Grad mehr oder weniger
verringert den Ertrag der `tS´. Eine übliche Dachneigung
von ca. 45° mit leichter Ausrichtungsabweichung nach Westen oder
Osten ergibt aber im Jahresmittel immer noch Ertragswerte von ca.
95°! Bei zuviel Abweichungen kommen Sie am Ende in einen Bereich,
in dem eine wirtschaftliche Amortisation der Gesamtinstallation nicht
mehr gegeben ist. Natürlich kann man für zusätzliches
Geld Stahlkonstruktionen installieren lassen, die die Kollektoren
so weit drehen / anheben / absenken, dass diese Idealvoraussetzungen
annähernd erreicht werden, wenn es optisch gefällt.

Die Erfahrung hat gezeigt:
Indach-Kollektoren haben ca. 10 % mehr Ertrag, da weniger Wärmeverluste
zur Seite und nach unten hin vorliegen. Dafür muß bei Indach-Montage
unbedingt dafür gesorgt sein, dass bei etwaiger zwischen den
Kollektoren eintretender Feuchtigkeit (oder u.U. auch bei anfallendem
Kondenswasser unterhalb der Solarkollektoren!) diese auch garantiert
in die Dachrinne o.ä. abgeleitet wird. Gebäude mit nicht
vorhandener Unterspannbahn sind folglich für Indach-Montage nicht
geeignet!
Aufdach installierte Kollektoren haben weiterhin den Nachteil, dass
bei starkem Winddruck die Dachpfannen unter den Kollektoren brechen
können. Dann muß ein Großteil der Anlage demontiert
werden, um dieses defekten Dachpfannen auszuwechseln. Deshalb muß
schon bei der Montage der Befestigungen darauf geachtet werden, dass
im Bereich der Befestigungshaken die betreffenden Dachpfannen nicht
hohl liegen und keine Druck auf benachbarte Dachpfannen ausgeübt
wird.
Erfahrene Installateure arbeiten mit einem Dachdecker-Betrieb zusammen,
denn Dachdecker sind ganz einfach "dachsicherer" und haben
in der Regel alles notwendige Fachwissen, Werkzeug und Hilfsmittel,
um die Solarkollektoren korrekt und sicher auf den Dachlatten / Dachsparren
zu montieren.
Kontrollieren Sie unbedingt auch bereits in der Planungsphase den
Dachstuhl bzw. die Dachsparren und Dachlatten hinsichtlich der Tragfähigkeit
einer zusätzlichen Last. Moderne Sonnenkollektoren wiegen zwar
nur noch ca. 25 kg / m², aber dieses Gewicht liegt nun einmal
nur auf 2-3 Punkten auf. Wenn dann noch der Winddruck mit Faktor 5
(bei starkem Wind) bis zu Faktor 12 (bei Sturmböen) hinzukommt,
dann `ruhen´ auf diesen paar Punkten nicht mehr 25 kg, sondern
kurzfristig 250 kg! Alte Dachlatten oder von Schädlingen befallene
Dachstühle machen dies u.U. nicht mit, die Folgen wären
z.B. eingebrochene Dachstühle anstatt ein paar herabgeflogener
Dachpfannen bei einem starken Sturm. Gleiches muß in schneereichen
Gebieten beachtet werden: die Schneelast kann zusätzlich zum
Wind die Dachkonstruktion belasten!
In schneereichen Gebieten muß darauf geachtet werden, dass der
Schnee vom Kollektor abrutschen kann. Es dürfen sich also keine
Dachaufbauten direkt unterhalb der Kollektoren befinden.
Wenn Sie sich also unsicher sind, lassen Sie zunächst Ihr Dach
von einem qualifizierten Installateur oder Dachdecker auf diese Gegebenheiten
hin untersuchen!
Klären Sie in jedem Fall, ob Schäden am Solarkollektor bzw.
Schäden durch Solarkollektoren durch Ihre Gebäudeversicherung
(-> z.B. Sturmschaden) abgedeckt sind!
- Schichtenspeicher
/ Pufferspeicher / Solarspeicher: unabhängig davon, ob Sie
nun mit oder ohne Heizungsunterstützung eine `tS´ betreiben
möchten, benötigen Sie immer einen verhältnismäßig
großen Speicher, in dem die mit der `tS´ erzeugte Wärme
gespeichert wird, um dann bei Bedarf abgerufen zu werden. Kalkulieren
Sie bei `Normalspeichern´ mit zusätzlich ca. 2 qm Platzbedarf,
um in der Folgezeit auch noch an die Installationen rund um den Speicher
heranzukommen (Pumpen, Absperrungen, Ventile, ...)! Es gibt von Rotex
und von Solvis Kompaktanlagen, die mit sehr wenig Platz auskommen.
Wenn aber z.B. Ihre jetzige Heizungsanlage noch gar nicht so alt ist
und von daher in Teilen noch weitergenutzt werden soll/kann, ist dies
natürlich auch ein finanzielles Rechenspiel! (wir
sprechen hier von Schichtenspeicher größer 800 Liter, d.h.
am Ende benötigen Sie für einen solchen Speicher incl. Wärmedämmung,
Armaturen, Ausdehnungsgefäß etc. eine Grundfläche
von min. 1,5 x 1,5 Meter!) Auch die Höhe des Aufstellraumes muß
min. 1,95 Meter betragen, ich kenne zumindest keinen niedrigeren Schichtenspeicher
in der Größenordnung. Und dann kommt noch die Frage hinzu:
Bekomme ich den Speicher überhaupt in den Aufstellraum hinein?
Eine Türzarge ausbauen ist noch das kleinste Problem...
Schichtenspeicher sind definitiv
die besten Speicher, da hier das Wasser entsprechend der Temperatur
eingeschichtet wird, d.h. es möglichst wenig Verwirbelungen gibt,
wenn entweder die `tS´ den Speicher lädt oder wenn die
Heizungsanlage warmes/heißes Wasser entnimmt und kühleres
Rücklaufwasser wieder zurückfließt. Aussagen der Hersteller
sprechen von bis zu 15 % mehr Ertrag für Heizung und Warmwasser
durch Vermeidung der Verwirbelung und damit durch weniger Nachheizen
der Gas- oder Ölheizung. Auch können in Schichtenspeicher
noch dritte und vierte Wärmequellen wie Holzkessel, Kamine/Kachelöfen,
Wärmerückgewinnungsanlagen etc. eingespeist werden, d.h.
Sie können zusätzlich mit Ihrem schicken Schwedenofen im
Wohnzimmer (der fast immer zu groß ausgelegt ist) den Rest des
Hauses beheizen und indirekt für warmes Trinkwasser sorgen! Schichtenspeicher
sind bei einer richtig konzipierten Anlage das Herzstück der
gesamten Installation!
Pufferspeicher sind preiswerter
als Schichtenspeicher, aber bei ihnen wird alles permanent verwirbelt
und Ihre Gas- oder Ölheizung muß viel öfter nachheizen.
Pufferspeicher sind einzig geeignet bei Wärmequellen, die große
Wärmemengen produzieren (z.B. Holzkessel).
Solarspeicher sind gut, wenn sie
die `tS´ nur für die Erwärmung Ihres Trinkwassers
nutzen möchten. Es ist nur die Frage, ob sich eine aufwendige
und nicht eben billige Solarinstallation lediglich für die Warmwassererwärmung
rechnet. Mehr dazu weiter unten ...
- Solarleitungen
müssen vom Speicher hinauf zu den Solarkollektoren auf dem Dach
verlegt werden. Im Idealfall geht dies innehalb des Hauses, aber die
Verlegung durch einen Schacht (toter Schornstein o.ä.) ist nicht
unbedingt gut, da dabei oft die vorgefertige Isolierung /Wärmedämmung
der Solarleitung beschädigt wird und damit wieder erhöhte
Verluste auftreten. Oft sind diese Schächte auch vom Querschnitt
her zu klein, zwei Solarleitungen benötigen ca. 10 x 20 cm Platz.
Eine Außenverlegung ist schnell und einfach gemacht, ist aber
optisch nicht immer Wunsch des Bauherren und bedeutet auch Wärmeverluste,
denn eine 100 %ige Rohrisolierung gibt es nicht!
Erfahrung: Am besten ist in den meisten Fällen eine Verlegung
vor der Wand (Aufputz), nach Fertigstellung der gesamten Anlage kann
man mit einfachen Mitteln einen Kasten aus Spanplatten, Rigips o.ä.
drumherum bauen. Begehen Sie Ihr Haus und finden Sie den sinnigsten
Weg von der Südseite Ihres Daches zur Heizungsanlage unten im
Haus. ACHTUNG: sollte Ihre Heizungsanlage auf dem Dach stehen/hängen,
so ist dies für die zu verlegende Rohrleitung dorthin u.U. ganz
toll. Aber: wie wollen Sie einen großen Speicher dort oben platzieren
und was sagt die Statik ihres Hauses dazu?
Wenn die Solarkollektoren nicht in einer Reihe angebracht werden können,
sondern z.B. in zwei oder mehr `Paketen´ neben- oder übereinander
auf dem Dach installiert werden müssen, ins unbedingt auf die
ordnungsgemäße Verrohrung der Vor- und Rücklaufleitungen
zu achten (Tichelmann), damit alle Kollektoren bzw. Kollektorpakete
gleichmäßig durchströmt werden!
- Energiekosten:
je älter Ihr derzeitiger Heizungskessel ist, um so mehr Energie
verschenken Sie momentan über Strahlungsverluste und Abgase.
Allein eine Heizungs-Modernisierung wird sich für Sie garantiert
bezahlt machen. Bis zu 60 % sind allein drin, wenn Sie ein Schätzchen
wie den guten alten Krupp-Kessel aus den 60er Jahren noch im Keller
Ihr Eigen nennen. Auch wenn Ihnen Ihr Schornsteinfeger jedes Jahr
wieder gebetsmühlenartig erzählt, dass alles o.k. sei und
der Kessel noch ein paar Jahre bleiben könne: der Schornsteinfeger
ist für den SCHORNSTEIN zuständig, nicht für den Heizkessel,
und solange für ihn die staatlich verordneten Abgas-Richtwerte
eingehalten werden, ist der Heizkessel leider auch top! Eine Berufsgruppe,
die sich bemüht, zukünftig auch Energieberatungen durchführen
zu dürfen, sollte sich anders verhalten! (mehr dazu oben unter
`Heizungskessel´!)
Niemand wird Ihnen exakt sagen können, wie bei Ihnen das Verhältnis
ist zwischen Warmwasser- und Raumwärme-Anteil ist.
- Baden
Sie häufig oder duschen Sie und die anderen Bewohner des
Hauses nur schnell?
- Haben
Sie eine Zirkulation im Haus, die dafür sorgt, dass sofort
Warmwasser aus dem Zapfhahn kommt, sobald Sie Warmwasser aufdrehen?
Ist diese geregelt oder läuft sie 24 Stunden am Tag?
- Wie
lang und wie gut isoliert sind Ihre Warmwasser- und Ihre Heizungsleitungen?
Liegen diese am Ende noch in der Außenwand?
- Wie
warm ist Ihr Warmwasser bzw. wie warm benötigen Sie es?
- Wie
hoch ist Ihre Heizungsvorlauftemperatur? Paßt diese sich
der Außentemperatur (über einen Außenfühler)
an oder betreiben Sie noch eine richtige Energievernichtungsmaschine,
die über das ganze Jahr eine gleichbleibend hohe Kesseltemperatur
von 60° oder sogar noch mehr vorhält?
- Wie
lüften Sie morgens / mittags / abends Ihre Wohnräume?
Und wie oft rennen Sie oder Ihre Kinder rein und raus, d.h. wieviel
Wärme geht immer wieder und dann u.U. für mehrere Minuten
durch das 2 qm große Haustür-Loch für Sie verloren?
- Wie
alt ist Ihr Haus und wie gut ist es gedämmt:
- Fensterscheiben,
Fensterrahmen, Oberlichter und Fensterdichtungen
- Haustür
und Nebentüren
- Heizkörpernischen
- Dämmung
der Außenhülle -> Dach, Dachboden, Außenwände,
Kellerdecke
- Zimmertüren
/ Etagentüren -> auch ständige Turbulenzen innehalb
der Gebäudehülle kühlen ab!
- "Löcher"
in der Außenhülle:
- alte
Entlüftungsvorrichtungen
- offener
Kamin, über dessen Schornstein permanent Ihr Wohnzimmer
auskühlt
- nicht
schließende Abzugshaube in der Küche, über
die permanent Ihre Küche auskühlt
- alte
und nicht isolierte Rolladenkästen sowie zur Außenwand
hin offene Rolladengurt-Kästen
- Briefkasten
mit Metallklappe in/neben der Haustür
- defekte
oder schon immer aufstehende Kellerfenster, durch die
permanent Zug im Keller ist und dieser damit auskühlt,
anstatt wie eine stehende Luftschicht zu isolieren
- Dachbodentreppen
zum ausziehen oder herunterklappen
- gehen
Sie durch Ihr Haus, bestimmt finden Sie weitere "Löcher"
....
Auch die
aktuellste Software wird dies alles nicht berechnen und am Ende kein
Ergebnis liefern können, mit dem Ihnen gesagt wird, dass Sie
`x´ % benötigen und `y´ % einsparen werden!
und ganz
wichtig nach der Montage der Kollektoren: Decken Sie diese ab, solange
die Kollektoren noch nicht gefüllt bzw. schon gefüllt aber
noch nicht vollständig entlüftet sind! Andernfalls können
die Kollektoren Schaden nehmen! Bewährt haben sich Spannbettücher.

ideale
Voraussetzungen schaffen
Um eine
in sich stimmige und lanfgristige sinnige `tS´ mit entsprechendem
Speicher und zusätzlichem Heizgerät in Ihrem Haus zu installieren,
muß die benötigte Vorlauftemperatur im Haus bzw. in den einzelnen
Räumen gesenkt werden.
Hierzu
müssen oben genannte Schwachstellen hinsichtlich Wärmedämmung
möglichst gut beseitigt werden. Dies allein kann im günstigsten
Fall schon zu einer Absenkung der Vorlauftemperatur von z.B. 60°
auf unter 50° führen, für Ihren Geldbeutel und für
die Umwelt schon ein großer Gewinn!
Um aber
solare Wärme über den möglichst größten Teil
des Jahres nutzen zu können, muß die Temperatur noch weiter
runter, im Idealfall auf 25° bis 30° im Winter! Dies erreichen
Sie nur mit einer gut ausgelegten Flächenheizung, also einer Wand-
oder Fußbodenheizung, alternativ mit extrem großen hohen
Heizkörpern. Bei Kauf oder Bau eines Hauses ist dies verhältnismäßig
einfach umzusetzen, in einem bewohnten Haus kann dies schwieriger sein.
Im Sommer liefert die `tS´ hinreichend Wärme mit Temperaturen
bis zu 90°, da müssen Sie schon Vorkehrungen treffen, um sich
nicht zu verbrühen unter der Dusche oder am Waschbecken! In der
Übergangszeit und im Winter aber unterstützt die Solaranlage
Ihre Heizungsanlage nur, sie liefert nur minuten- oder stundenweise
Wärme von 40° - 60°, selten mehr.
Wenn Sie also mit einer Vorlauftemperatur von 35° und weniger auskommen,
steigt der solare Wärmeanteil im Jahresmittel trotz kleinerer Erträge
in der `tS´ während der Heizperiode weiter an, Sie benötigen
weniger Energie.
Wenn aber die Vorlauftemperatur höher ist, die Rücklauftemperatur
aus Ihren Heizkörpern sogar über dem solaren Wärmeertrag
liegt, bringt Ihnen die `tS´ nichts mehr und Sie müssen teure
Energie zukaufen und verheizen.
Auf 25-30
Jahre und mit weiter steigenden Energiepreisen kalkuliert muß
man nicht lange rechnen, um festzustellen, was preiswerter ist!
Die KFW
(Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet über Ihre Hausbank
zinsgünstige Kredite mit Laufzeiten bis zu 30 Jahren an, d.h. der
Staat bietet Ihnen über diese Institution die Möglichkeit
einer energie- und umweltbewußten Modernisierung Ihres Hauses
mit langfristigen, preiswerten und überschaubaren Konditionen,
die nicht der jährlichen Inflation unterliegen, also nicht steigen
und damit über die Jahre sogar immer günstiger für Sie
werden!
Bei der
Bafa können Sie zusätzlich
Anträge auf Zuschüsse für Solaranlagen und moderne Heizkessel
herunterladen, ausfüllen und versenden. Zur Zeit (Ende 2007) gibt
es bis zu EU 105,- je Kollektor-Quadratmeter auf Ihrem Dach und pauschal
EU 750,- für den Einbau einer Brennwertheizung!
die
Technik
Solarkollektoren
gibt es als Flachkollektoren oder als Vakuumkollektoren.
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Flachkollektor
von Wolf, hier Modell Top Son F3
Vakuumkollektor
von Consolar, hier Modell Turbo 12 CPC
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Flachkollektoren
sind heute vom Wirkungsgrad nicht mehr so weit entfernt von den lange
Zeit wesentlich besseren Vakuumkollektoren, daher lohnen sich heute
Vakuumkollektoren nur noch bei kleinen Dachflächen, um auf möglichst
hohen Ertrag je Quadratmeter Dachfläche zu erreichen. Ansonsten
sind heute Flachkollektoren wirtschaftlich eindeutig besser, ihre Amortisationszeit
liegt laut Herstellerangaben bei idealen Dach-Voraussetzungen und abhängig
vom Aufstellungsort (Freiburg ist besser als Gütersloh) bei 4-7
Jahren. Dies ist aber nichts mehr gegenüber den noch vor wenigen
Jahren angegebenen 12-16 Jahren!
Je nach
Hersteller können 4-6 Kollektoren zu einem Paket miteinander verbunden
werden. Bei größeren Anlagen werden mehrere Pakete nach dem
Tichelmann-Prinzip mit Kupferrohren miteinander verbunden.
Für Flachdächer gibt es ab Hersteller fertig vorkonfektionierte
Aufstellrahmen.
Die Solarleitungen
werden bis heute aus Kupferrohr gefertigt. Je nach Bauart der Anlage
unterscheidet man Low-Flow- und High-Flow-Systeme. Die Rohre werden
mit hochtemperaturbeständiger Isolierung gedämmt.
Die Solarkollektoren
können mit hohem oder mit geringem spezifischem Durchfluß
betrieben werden (High-Flow- bzw. Low-Flow-Prinzip).
- High-Flow:
- Vorteile:
hoher Kollektorwirkungsgrad; geringe Wärmeverluste an der
Vorlaufleitung
- Nachteile:
hoher Druckverlust -> starke Pumpe mit entsprechend höherem
Stromverbrauch notwendig; große Rohrquerschnitte
- Low-Flow:
- Vorteile:
geringer Druckverlust -> kleinere Pumpe mit niedrigerem Stromverbrauch;
kleine Rohrquerschnitte
- Nachteile:
geringerer Kollektorwirkungsgrad; höhere Wärmeverluste
im Rohrleitungsnetz
Wird ein
Schichtenspeicher in Verbindung mit der Solaranlage verwendet, wird
sehr häufig das Low-Flow-Prinzip angewendet. Hierbei wird der Speicher
noch weniger verwirbelt (geringere Fließgeschwindigkeit) und die
Vorlauftemperatur von den Solarkollektoren ist höher (Warmwassersicherung).
Die Speichertechnik
hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Neben Solarspeichern
für die Trinkwassererwärmung und den Pufferspeichern für
große Wärmemengen sind insbesondere die Schichtenspeicher
durch den immer durchdachteren Innenaufbau mit integrierten Warmwasser-Mischermodulen
und nicht mehr anfälligen Leitklappen für die temperaturgenaue
Einschichtung des einströmenden Wassers beinahe perfektioniert.
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Wolf
BSP 800 / BSP 1000 Schichtenspeicher, mit angeflanschtem Frischwasser-
und Heizungsmodul und angeflanschtem Solarmodul, mit zusätzlichen
Anschlußmöglichkeiten für bis zu vier weitere
Wärmequellen wie Gas- oder Ölheizkessel, wasserdurchströmtem
Kaminofen, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnungsanlage,
Kachelofen etc.
rechts
der Schichtenspeicher im Schnitt: im unteren Bereich der tauchsiederartig
geformte Solarwärmetauscher und die vier Heizungsanschlußrohre
für zwei Heizkreise mit Mischer, in der Mitte der Temperaturbereich
von ca. 40° für den Heizungsbetrieb und oben der Bereich
mit ca. 60° für den Trinkwasserbereich, von einander
getrennt durch Bleche mit nur sehr kleinen Öffnungen (ausreichend
groß für den Temperaturfluss, klein genug zur Verhinderung
von Vermischung und interner Wasser-Thermik)
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Solvis
Bilderfolge
Wärmeschichtung
über den Tag in einem Schichtenspeicher
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mögliches
Anschlußschema eines Schichtenspeichers, hier am Beispiel
des Solvis Integral
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Natürlich
haben Sie trotz aller Infos noch Fragen, darum rufen Sie mich bitte
an oder nehmen Sie mit mir per e-mail Kontakt auf!
Gerne berate
ich Sie bzgl. dieser Thematik.
die
"beste Anlage" gibt es nicht von der Stange ...
...aber
nach Jahren und damit verbunden nach vielen Erfahrungen mit eigenen
und von Kollegen gebauten Anlagen kann ich heute sagen:
- Dämmen
Sie Ihr Haus so gut es geht, aber bauen Sie sich keine Konservendose.
Je dichter ein Haus ist, desto höher ist die Problematik hinsichtlich
Schimmelpilz und Stockflecken durch unzureichenden Abtransport von
Luftfeuchtigkeit, d.h. durch unzureichende Lüftung Ihrer Wohnräume
bzw. Ihres Wohnhauses. Wenn Sie auf der einen Seite die Außenhülle
wärmetechnisch perfektionieren, müssen Sie auf der anderen
Seite die Be- und Entlüftung perfekt organisieren, am besten
durch eine kontrollierte Wohnraumlüftungsanlage mit integrierter
Wärmerückgewinnung (dieses Thema werde ich vielleicht einmal
später behandeln, hier würde es nun den Rahmen sprengen)
- Senken
Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizungsanlage so weit wie möglich.
Wenn Sie irgendwie die Möglichkeit haben, reißen Sie die
Heizkörper von den Wänden, schmeißen Sie Ihren Estrich
und den "noch so guten" Bodenbelag auf die Mulde und installieren
Sie eine gutgeplante Fußbodenheizung (oder eine Wandheizung)
in Ihren Wohnräumen. Das hört sich zunächst schrecklich
an und es ist natürlich mit Schweiß und Dreck über
mehrere Wochen verbunden, aber langfristig betrachtet (Jahre!) lohnt
sich die Investition immer: Sie erhöhen definitiv den Wohnkomfort,
senken den Energieverbrauch und bauen sich damit die Option auf höchstmögliche
Beheizung Ihrer Wohnräume mit alternativen Heiztechniken in Ihr
Haus ein: Solarheizung, Erdwärmeheizung, Wärmepumpenheizung!
Dies betrifft auch Besitzer von Mietobjekten: der Energiepass wird
unbarmherzig die Spreu vom Weizen trennen, d.h. Gebäude mit nicht
mehr zeitgemäßer Heizungstechnik sind nur noch über
verminderte Mieten zu vermieten. Wollen Sie das?
- Geizen
Sie nicht bei der Wahl der Heizungs- und Solartechnik: eine gute
Planung und Markenprodukte von Firmen, die sich mit der Thematik lange
Zeit auseinandergesetzt haben, kosten zwar ein paar Euro mehr, aber
das wird sich für Sie auszahlen. Und dank der KFW gibt es doch
die Möglichkeit der preisgünstigen Finanzierung über
Jahrzehnte, da fallen Mehrkosten von ca. 1000 bis 2000 Euro über
so einen langen Zeitraum nicht wesentlich ins Gewicht. Aber Reparaturen,
unnötig häufige Wartungen und stromverbrauchende Regelungstechnik
und Pumpen müsen von Ihnen vielleicht schon nach kurzer Zeit
und sofort bezahlt werden und fressen die Einsparungen bei der Erstinstallation
ganz schnell wieder auf! Rückrufauktionen
- meistens im mittleren und unteren Marktsegment - sind auch in der
Heizungs-Szene nicht mehr unüblich, und meistens zahlen die Hausherren
dabei doch noch drauf! (Es wird immer Montags-Autos und Montags-Kessel
geben, aber wenn ganze Heizkessel-Serien oder Sonnenkollektor-Reihen
nach kürzester Zeit `den Geist aufgeben´, kann 1. der Handwerker
und 2. der Endverbraucher sicher sein, dass sie - oft auf ihre (Arbeits-)Kosten
- wieder einmal die Versuchskaninchen waren!)
- Lassen
Sie sich Referenzen zeigen, und zwar nicht nur auf dem Papier!
Besuchen Sie am besten mehrere von dem Installateur eingebaute Anlagen,
lassen Sie sich die Unterschiede erklären (warum hier so und
da anders!) und sprechen Sie mit den Bewohnern über Ihre Erfahrungen!
Ein gewisenhafter Installateur hat nichts zu verbergen, und seine
zufriedenen Kunden haben kein Problem mit einem 30-minütigen
Ortstermin (viele sind oft um so stolzer auf Ihre Anlage!).
- Nehmen
Sie nicht den "preiswertesten" Handwerker, den Ihnen
Ihr Kegelbruder zwischen Bier und Kranz empfiehlt!
- Nehmen
Sie nicht unbedingt den Platzhirschen (den größten)
unter den Heizungsbauern in Ihrer Gemeinde / Stadt! Man darf eine
solche Anlage nicht nur marktwirtschaftlich sehen, aber genau
so muß ein großer Betrieb seinen Laden führen
und seine Angestellten mit Arbeit versorgen. Ein kleiner Betrieb
mit mitarbeitendem Chef und tatsächlich engagierten Gesellen
ist u.U. die bessere Wahl.
- Nehmen
Sie nicht unbedingt den Installateur, der bei Ihnen schon seit
zwanzig Jahren die Wasserhähne repariert. Vertrauen ist gut
und schön, aber in diesem Bereich muß Fachwissen und
Erfahrung ran!
- Aber
seien Sie auch fair zu Ihrem Handwerker: Lassen Sie jeden Handwerker
für sich ein Konzept aufstellen, und am Ende müssen
Sie alleine sich dann ohne Wenn und Aber für eines dieser
Konzepte entscheiden. Es ist absolut unfair, den ersten die ganze
Planungsarbeit machen zu lassen und dann mit diesen Unterlagen
hausieren zu gehen. Meistens kommt das doch irgendwie raus, und
dann zahlen Sie - ich meine gerechtfertigt - drauf!
- Im
Internet, im Großhandel oder auf Messen bekommen Sie heute viele
hydraulische Anschluß-Schemata zu der Thematik "Heizen
mit solarer Unterstützung", bilden Sie sich vorab so gut
wie möglich. Fast alle namhaften Hersteller bieten komplette
Pakete an, alles aus einer Hand bzw. aus einem Haus. Dies ist für
die Erstinformation zu dieser Thematik sehr gut, man lernt mitzureden,
mitzudenken, man kann die Vorschläge des Installateurs hinterfragen
und sogar Gegenargumente liefern. Mir ist ein informierter Kunde lieber,
mit ihm kann ich die Dinge grundlegender besprechen, viele Dinge sind
von vorneherein logisch bzw. selbstverständlich, und am Ende
gibt es weniger Fragen und Rückfragen! Ab und an lernt man von
Kunden sogar etwas hinzu, und das muß nicht falsch sein!
- Mein
Konzept für einen typischen 3-5-Personen-Haushalt in einem Gebäude
mit Flächenheizung bekommen Sie hier nicht genannt ... ;-)
... nur
soviel: ich habe noch nie eine Anlage ein zweites Mal exakt gleich
gebaut. Und eine individuell abgestimmte Anlage bekommen Sie niemals
nur von einem Hersteller, d.h. ein erfahrener Heizungsbauer kombiniert
immer Produkte von mehreren Herstellern., denn jeder Hersteller hat
hier seine Stärken und dort seine Schwächen.
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