Philipp Nordmann ist Installateur & Heizungsbauer in Gütersloh und spezialisiert auf thermische Solaranlagen mit Flachkollektoren, Vakuumkollektoren, Röhrenkollektoren, Thermosiphon-Kollektoren, Solarspeicher, Pufferspeicher, Schichtenspeicher etc. in Verbindung mit Warmwasserbereitung per Trinkwassermodul, Fußbodenheizung und Wandheizung, auch im Altbau und bei der Bausanierung

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Philipp Nordmann

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man unterscheidet:

  • thermische Solaranlagen für die Erwärmung von Wasser, mit welchem dann Trinkwasser erwärmt und/oder ein Gebäude beheizt wird
  • Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) für die Erzeugung von elektrischem Strom

PLANUNG

bevor man sich für den Kauf und die Installation einer thermischen Solaranlage (`tS´) entscheidet, muß man folgendes beachten bzw. überprüfen:

  • welche Ausrichtung hat meine Dachfläche und ist diese überhaupt groß genug, um eine `tS´ von mindestens 12 qm und mehr dort zu installieren?
  • habe ich im Keller bzw. im Bereich der jetzigen Heizungsanlage genug Platz für einen großen zusätzlichen Schichtenspeicher?
  • wo kann ich mit den zwei Leitungen für die Anbindung der `tS´ auf dem Dach mit der jetzigen Heizungsanlage langgehen?
  • wieviel Prozent meiner derzeitigen Energiekosten benötige ich für meine Gebäudebeheizung und wieviel für meine Trinkwassererwärmung?
  • welchen Anteil meiner Energiekosten gebe ich zur Zeit für die Gebäudebeheizung und für die Trinkwassererwärmung aus und wieviel meines Geldes verpufft momentan noch als Strahlungswärme in meinem `Heizungskeller´ (dem wärmsten Raum im Haus!) oder als warmes bzw. heißes Abgas über meinen Schornstein nach draußen in die Umwelt (Messprotokoll Ihres Schornsteinfegers!)?
  • welche Vorlauftemperatur benötige ich mindestens, um mein Haus zu beheizen?
  • wieviel Warmwasser (bzw. erwärmtes Trinkwasser) benötige ich durchschnittlich täglich?

überfragt?

hier ein paar Hilfen, um die oben genannten Punkte zu klären:

  • Dachausrichtung, Dachstatik und Montage: ideal ist eine Ausrichtung nach Süden mit einer Dachneigung von 27° - 33° im Jahresmittel, da im Winter bei flachstehender Sonne die meiste Sonnenenergie benötigt wird.
    Einfallswinkel der Sonnenstrahlung in den verschiedener Jahreszeiten

    Jede Abweichung nach Westen oder Osten und jedes Grad mehr oder weniger verringert den Ertrag der `tS´. Eine übliche Dachneigung von ca. 45° mit leichter Ausrichtungsabweichung nach Westen oder Osten ergibt aber im Jahresmittel immer noch Ertragswerte von ca. 95°! Bei zuviel Abweichungen kommen Sie am Ende in einen Bereich, in dem eine wirtschaftliche Amortisation der Gesamtinstallation nicht mehr gegeben ist. Natürlich kann man für zusätzliches Geld Stahlkonstruktionen installieren lassen, die die Kollektoren so weit drehen / anheben / absenken, dass diese Idealvoraussetzungen annähernd erreicht werden, wenn es optisch gefällt.


    Die Erfahrung hat gezeigt:
    Indach-Kollektoren haben ca. 10 % mehr Ertrag, da weniger Wärmeverluste zur Seite und nach unten hin vorliegen. Dafür muß bei Indach-Montage unbedingt dafür gesorgt sein, dass bei etwaiger zwischen den Kollektoren eintretender Feuchtigkeit (oder u.U. auch bei anfallendem Kondenswasser unterhalb der Solarkollektoren!) diese auch garantiert in die Dachrinne o.ä. abgeleitet wird. Gebäude mit nicht vorhandener Unterspannbahn sind folglich für Indach-Montage nicht geeignet!
    Aufdach installierte Kollektoren haben weiterhin den Nachteil, dass bei starkem Winddruck die Dachpfannen unter den Kollektoren brechen können. Dann muß ein Großteil der Anlage demontiert werden, um dieses defekten Dachpfannen auszuwechseln. Deshalb muß schon bei der Montage der Befestigungen darauf geachtet werden, dass im Bereich der Befestigungshaken die betreffenden Dachpfannen nicht hohl liegen und keine Druck auf benachbarte Dachpfannen ausgeübt wird.
    Erfahrene Installateure arbeiten mit einem Dachdecker-Betrieb zusammen, denn Dachdecker sind ganz einfach "dachsicherer" und haben in der Regel alles notwendige Fachwissen, Werkzeug und Hilfsmittel, um die Solarkollektoren korrekt und sicher auf den Dachlatten / Dachsparren zu montieren.
    Kontrollieren Sie unbedingt auch bereits in der Planungsphase den Dachstuhl bzw. die Dachsparren und Dachlatten hinsichtlich der Tragfähigkeit einer zusätzlichen Last. Moderne Sonnenkollektoren wiegen zwar nur noch ca. 25 kg / m², aber dieses Gewicht liegt nun einmal nur auf 2-3 Punkten auf. Wenn dann noch der Winddruck mit Faktor 5 (bei starkem Wind) bis zu Faktor 12 (bei Sturmböen) hinzukommt, dann `ruhen´ auf diesen paar Punkten nicht mehr 25 kg, sondern kurzfristig 250 kg! Alte Dachlatten oder von Schädlingen befallene Dachstühle machen dies u.U. nicht mit, die Folgen wären z.B. eingebrochene Dachstühle anstatt ein paar herabgeflogener Dachpfannen bei einem starken Sturm. Gleiches muß in schneereichen Gebieten beachtet werden: die Schneelast kann zusätzlich zum Wind die Dachkonstruktion belasten!
    In schneereichen Gebieten muß darauf geachtet werden, dass der Schnee vom Kollektor abrutschen kann. Es dürfen sich also keine Dachaufbauten direkt unterhalb der Kollektoren befinden.
    Wenn Sie sich also unsicher sind, lassen Sie zunächst Ihr Dach von einem qualifizierten Installateur oder Dachdecker auf diese Gegebenheiten hin untersuchen!
    Klären Sie in jedem Fall, ob Schäden am Solarkollektor bzw. Schäden durch Solarkollektoren durch Ihre Gebäudeversicherung (-> z.B. Sturmschaden) abgedeckt sind!
  • Schichtenspeicher / Pufferspeicher / Solarspeicher: unabhängig davon, ob Sie nun mit oder ohne Heizungsunterstützung eine `tS´ betreiben möchten, benötigen Sie immer einen verhältnismäßig großen Speicher, in dem die mit der `tS´ erzeugte Wärme gespeichert wird, um dann bei Bedarf abgerufen zu werden. Kalkulieren Sie bei `Normalspeichern´ mit zusätzlich ca. 2 qm Platzbedarf, um in der Folgezeit auch noch an die Installationen rund um den Speicher heranzukommen (Pumpen, Absperrungen, Ventile, ...)! Es gibt von Rotex und von Solvis Kompaktanlagen, die mit sehr wenig Platz auskommen. Wenn aber z.B. Ihre jetzige Heizungsanlage noch gar nicht so alt ist und von daher in Teilen noch weitergenutzt werden soll/kann, ist dies natürlich auch ein finanzielles Rechenspiel! (wir sprechen hier von Schichtenspeicher größer 800 Liter, d.h. am Ende benötigen Sie für einen solchen Speicher incl. Wärmedämmung, Armaturen, Ausdehnungsgefäß etc. eine Grundfläche von min. 1,5 x 1,5 Meter!) Auch die Höhe des Aufstellraumes muß min. 1,95 Meter betragen, ich kenne zumindest keinen niedrigeren Schichtenspeicher in der Größenordnung. Und dann kommt noch die Frage hinzu: Bekomme ich den Speicher überhaupt in den Aufstellraum hinein? Eine Türzarge ausbauen ist noch das kleinste Problem...
    Schichtenspeicher sind definitiv die besten Speicher, da hier das Wasser entsprechend der Temperatur eingeschichtet wird, d.h. es möglichst wenig Verwirbelungen gibt, wenn entweder die `tS´ den Speicher lädt oder wenn die Heizungsanlage warmes/heißes Wasser entnimmt und kühleres Rücklaufwasser wieder zurückfließt. Aussagen der Hersteller sprechen von bis zu 15 % mehr Ertrag für Heizung und Warmwasser durch Vermeidung der Verwirbelung und damit durch weniger Nachheizen der Gas- oder Ölheizung. Auch können in Schichtenspeicher noch dritte und vierte Wärmequellen wie Holzkessel, Kamine/Kachelöfen, Wärmerückgewinnungsanlagen etc. eingespeist werden, d.h. Sie können zusätzlich mit Ihrem schicken Schwedenofen im Wohnzimmer (der fast immer zu groß ausgelegt ist) den Rest des Hauses beheizen und indirekt für warmes Trinkwasser sorgen! Schichtenspeicher sind bei einer richtig konzipierten Anlage das Herzstück der gesamten Installation!
    Pufferspeicher sind preiswerter als Schichtenspeicher, aber bei ihnen wird alles permanent verwirbelt und Ihre Gas- oder Ölheizung muß viel öfter nachheizen. Pufferspeicher sind einzig geeignet bei Wärmequellen, die große Wärmemengen produzieren (z.B. Holzkessel).
    Solarspeicher sind gut, wenn sie die `tS´ nur für die Erwärmung Ihres Trinkwassers nutzen möchten. Es ist nur die Frage, ob sich eine aufwendige und nicht eben billige Solarinstallation lediglich für die Warmwassererwärmung rechnet. Mehr dazu weiter unten ...
  • Solarleitungen müssen vom Speicher hinauf zu den Solarkollektoren auf dem Dach verlegt werden. Im Idealfall geht dies innehalb des Hauses, aber die Verlegung durch einen Schacht (toter Schornstein o.ä.) ist nicht unbedingt gut, da dabei oft die vorgefertige Isolierung /Wärmedämmung der Solarleitung beschädigt wird und damit wieder erhöhte Verluste auftreten. Oft sind diese Schächte auch vom Querschnitt her zu klein, zwei Solarleitungen benötigen ca. 10 x 20 cm Platz. Eine Außenverlegung ist schnell und einfach gemacht, ist aber optisch nicht immer Wunsch des Bauherren und bedeutet auch Wärmeverluste, denn eine 100 %ige Rohrisolierung gibt es nicht!
    Erfahrung: Am besten ist in den meisten Fällen eine Verlegung vor der Wand (Aufputz), nach Fertigstellung der gesamten Anlage kann man mit einfachen Mitteln einen Kasten aus Spanplatten, Rigips o.ä. drumherum bauen. Begehen Sie Ihr Haus und finden Sie den sinnigsten Weg von der Südseite Ihres Daches zur Heizungsanlage unten im Haus. ACHTUNG: sollte Ihre Heizungsanlage auf dem Dach stehen/hängen, so ist dies für die zu verlegende Rohrleitung dorthin u.U. ganz toll. Aber: wie wollen Sie einen großen Speicher dort oben platzieren und was sagt die Statik ihres Hauses dazu?
    Wenn die Solarkollektoren nicht in einer Reihe angebracht werden können, sondern z.B. in zwei oder mehr `Paketen´ neben- oder übereinander auf dem Dach installiert werden müssen, ins unbedingt auf die ordnungsgemäße Verrohrung der Vor- und Rücklaufleitungen zu achten (Tichelmann), damit alle Kollektoren bzw. Kollektorpakete gleichmäßig durchströmt werden!
  • Energiekosten: je älter Ihr derzeitiger Heizungskessel ist, um so mehr Energie verschenken Sie momentan über Strahlungsverluste und Abgase. Allein eine Heizungs-Modernisierung wird sich für Sie garantiert bezahlt machen. Bis zu 60 % sind allein drin, wenn Sie ein Schätzchen wie den guten alten Krupp-Kessel aus den 60er Jahren noch im Keller Ihr Eigen nennen. Auch wenn Ihnen Ihr Schornsteinfeger jedes Jahr wieder gebetsmühlenartig erzählt, dass alles o.k. sei und der Kessel noch ein paar Jahre bleiben könne: der Schornsteinfeger ist für den SCHORNSTEIN zuständig, nicht für den Heizkessel, und solange für ihn die staatlich verordneten Abgas-Richtwerte eingehalten werden, ist der Heizkessel leider auch top! Eine Berufsgruppe, die sich bemüht, zukünftig auch Energieberatungen durchführen zu dürfen, sollte sich anders verhalten! (mehr dazu oben unter `Heizungskessel´!)
    Niemand wird Ihnen exakt sagen können, wie bei Ihnen das Verhältnis ist zwischen Warmwasser- und Raumwärme-Anteil ist.
    • Baden Sie häufig oder duschen Sie und die anderen Bewohner des Hauses nur schnell?
    • Haben Sie eine Zirkulation im Haus, die dafür sorgt, dass sofort Warmwasser aus dem Zapfhahn kommt, sobald Sie Warmwasser aufdrehen? Ist diese geregelt oder läuft sie 24 Stunden am Tag?
    • Wie lang und wie gut isoliert sind Ihre Warmwasser- und Ihre Heizungsleitungen? Liegen diese am Ende noch in der Außenwand?
    • Wie warm ist Ihr Warmwasser bzw. wie warm benötigen Sie es?
    • Wie hoch ist Ihre Heizungsvorlauftemperatur? Paßt diese sich der Außentemperatur (über einen Außenfühler) an oder betreiben Sie noch eine richtige Energievernichtungsmaschine, die über das ganze Jahr eine gleichbleibend hohe Kesseltemperatur von 60° oder sogar noch mehr vorhält?
    • Wie lüften Sie morgens / mittags / abends Ihre Wohnräume? Und wie oft rennen Sie oder Ihre Kinder rein und raus, d.h. wieviel Wärme geht immer wieder und dann u.U. für mehrere Minuten durch das 2 qm große Haustür-Loch für Sie verloren?
    • Wie alt ist Ihr Haus und wie gut ist es gedämmt:
      • Fensterscheiben, Fensterrahmen, Oberlichter und Fensterdichtungen
      • Haustür und Nebentüren
      • Heizkörpernischen
      • Dämmung der Außenhülle -> Dach, Dachboden, Außenwände, Kellerdecke
      • Zimmertüren / Etagentüren -> auch ständige Turbulenzen innehalb der Gebäudehülle kühlen ab!
      • "Löcher" in der Außenhülle:
        • alte Entlüftungsvorrichtungen
        • offener Kamin, über dessen Schornstein permanent Ihr Wohnzimmer auskühlt
        • nicht schließende Abzugshaube in der Küche, über die permanent Ihre Küche auskühlt
        • alte und nicht isolierte Rolladenkästen sowie zur Außenwand hin offene Rolladengurt-Kästen
        • Briefkasten mit Metallklappe in/neben der Haustür
        • defekte oder schon immer aufstehende Kellerfenster, durch die permanent Zug im Keller ist und dieser damit auskühlt, anstatt wie eine stehende Luftschicht zu isolieren
        • Dachbodentreppen zum ausziehen oder herunterklappen
        • gehen Sie durch Ihr Haus, bestimmt finden Sie weitere "Löcher" ....

    Auch die aktuellste Software wird dies alles nicht berechnen und am Ende kein Ergebnis liefern können, mit dem Ihnen gesagt wird, dass Sie `x´ % benötigen und `y´ % einsparen werden!

und ganz wichtig nach der Montage der Kollektoren: Decken Sie diese ab, solange die Kollektoren noch nicht gefüllt bzw. schon gefüllt aber noch nicht vollständig entlüftet sind! Andernfalls können die Kollektoren Schaden nehmen! Bewährt haben sich Spannbettücher.

ideale Voraussetzungen schaffen

Um eine in sich stimmige und lanfgristige sinnige `tS´ mit entsprechendem Speicher und zusätzlichem Heizgerät in Ihrem Haus zu installieren, muß die benötigte Vorlauftemperatur im Haus bzw. in den einzelnen Räumen gesenkt werden.

Hierzu müssen oben genannte Schwachstellen hinsichtlich Wärmedämmung möglichst gut beseitigt werden. Dies allein kann im günstigsten Fall schon zu einer Absenkung der Vorlauftemperatur von z.B. 60° auf unter 50° führen, für Ihren Geldbeutel und für die Umwelt schon ein großer Gewinn!

Um aber solare Wärme über den möglichst größten Teil des Jahres nutzen zu können, muß die Temperatur noch weiter runter, im Idealfall auf 25° bis 30° im Winter! Dies erreichen Sie nur mit einer gut ausgelegten Flächenheizung, also einer Wand- oder Fußbodenheizung, alternativ mit extrem großen hohen Heizkörpern. Bei Kauf oder Bau eines Hauses ist dies verhältnismäßig einfach umzusetzen, in einem bewohnten Haus kann dies schwieriger sein.
Im Sommer liefert die `tS´ hinreichend Wärme mit Temperaturen bis zu 90°, da müssen Sie schon Vorkehrungen treffen, um sich nicht zu verbrühen unter der Dusche oder am Waschbecken! In der Übergangszeit und im Winter aber unterstützt die Solaranlage Ihre Heizungsanlage nur, sie liefert nur minuten- oder stundenweise Wärme von 40° - 60°, selten mehr.
Wenn Sie also mit einer Vorlauftemperatur von 35° und weniger auskommen, steigt der solare Wärmeanteil im Jahresmittel trotz kleinerer Erträge in der `tS´ während der Heizperiode weiter an, Sie benötigen weniger Energie.
Wenn aber die Vorlauftemperatur höher ist, die Rücklauftemperatur aus Ihren Heizkörpern sogar über dem solaren Wärmeertrag liegt, bringt Ihnen die `tS´ nichts mehr und Sie müssen teure Energie zukaufen und verheizen.

Auf 25-30 Jahre und mit weiter steigenden Energiepreisen kalkuliert muß man nicht lange rechnen, um festzustellen, was preiswerter ist!

Die KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet über Ihre Hausbank zinsgünstige Kredite mit Laufzeiten bis zu 30 Jahren an, d.h. der Staat bietet Ihnen über diese Institution die Möglichkeit einer energie- und umweltbewußten Modernisierung Ihres Hauses mit langfristigen, preiswerten und überschaubaren Konditionen, die nicht der jährlichen Inflation unterliegen, also nicht steigen und damit über die Jahre sogar immer günstiger für Sie werden!

Bei der Bafa können Sie zusätzlich Anträge auf Zuschüsse für Solaranlagen und moderne Heizkessel herunterladen, ausfüllen und versenden. Zur Zeit (Ende 2007) gibt es bis zu EU 105,- je Kollektor-Quadratmeter auf Ihrem Dach und pauschal EU 750,- für den Einbau einer Brennwertheizung!

die Technik

Solarkollektoren gibt es als Flachkollektoren oder als Vakuumkollektoren.

Flachkollektor von Wolf, hier Modell Top Son F3

 

Vakuumkollektor von Consolar, hier Modell Turbo 12 CPC

Flachkollektoren sind heute vom Wirkungsgrad nicht mehr so weit entfernt von den lange Zeit wesentlich besseren Vakuumkollektoren, daher lohnen sich heute Vakuumkollektoren nur noch bei kleinen Dachflächen, um auf möglichst hohen Ertrag je Quadratmeter Dachfläche zu erreichen. Ansonsten sind heute Flachkollektoren wirtschaftlich eindeutig besser, ihre Amortisationszeit liegt laut Herstellerangaben bei idealen Dach-Voraussetzungen und abhängig vom Aufstellungsort (Freiburg ist besser als Gütersloh) bei 4-7 Jahren. Dies ist aber nichts mehr gegenüber den noch vor wenigen Jahren angegebenen 12-16 Jahren!

Je nach Hersteller können 4-6 Kollektoren zu einem Paket miteinander verbunden werden. Bei größeren Anlagen werden mehrere Pakete nach dem Tichelmann-Prinzip mit Kupferrohren miteinander verbunden.
Für Flachdächer gibt es ab Hersteller fertig vorkonfektionierte Aufstellrahmen.

Die Solarleitungen werden bis heute aus Kupferrohr gefertigt. Je nach Bauart der Anlage unterscheidet man Low-Flow- und High-Flow-Systeme. Die Rohre werden mit hochtemperaturbeständiger Isolierung gedämmt.

Die Solarkollektoren können mit hohem oder mit geringem spezifischem Durchfluß betrieben werden (High-Flow- bzw. Low-Flow-Prinzip).

    • High-Flow:
      • Vorteile: hoher Kollektorwirkungsgrad; geringe Wärmeverluste an der Vorlaufleitung
      • Nachteile: hoher Druckverlust -> starke Pumpe mit entsprechend höherem Stromverbrauch notwendig; große Rohrquerschnitte
    • Low-Flow:
      • Vorteile: geringer Druckverlust -> kleinere Pumpe mit niedrigerem Stromverbrauch; kleine Rohrquerschnitte
      • Nachteile: geringerer Kollektorwirkungsgrad; höhere Wärmeverluste im Rohrleitungsnetz

Wird ein Schichtenspeicher in Verbindung mit der Solaranlage verwendet, wird sehr häufig das Low-Flow-Prinzip angewendet. Hierbei wird der Speicher noch weniger verwirbelt (geringere Fließgeschwindigkeit) und die Vorlauftemperatur von den Solarkollektoren ist höher (Warmwassersicherung).

Die Speichertechnik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Neben Solarspeichern für die Trinkwassererwärmung und den Pufferspeichern für große Wärmemengen sind insbesondere die Schichtenspeicher durch den immer durchdachteren Innenaufbau mit integrierten Warmwasser-Mischermodulen und nicht mehr anfälligen Leitklappen für die temperaturgenaue Einschichtung des einströmenden Wassers beinahe perfektioniert.

Wolf BSP 800 / BSP 1000 Schichtenspeicher, mit angeflanschtem Frischwasser- und Heizungsmodul und angeflanschtem Solarmodul, mit zusätzlichen Anschlußmöglichkeiten für bis zu vier weitere Wärmequellen wie Gas- oder Ölheizkessel, wasserdurchströmtem Kaminofen, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnungsanlage, Kachelofen etc.

rechts der Schichtenspeicher im Schnitt: im unteren Bereich der tauchsiederartig geformte Solarwärmetauscher und die vier Heizungsanschlußrohre für zwei Heizkreise mit Mischer, in der Mitte der Temperaturbereich von ca. 40° für den Heizungsbetrieb und oben der Bereich mit ca. 60° für den Trinkwasserbereich, von einander getrennt durch Bleche mit nur sehr kleinen Öffnungen (ausreichend groß für den Temperaturfluss, klein genug zur Verhinderung von Vermischung und interner Wasser-Thermik)

 

Solvis Bilderfolge

Wärmeschichtung über den Tag in einem Schichtenspeicher

mögliches Anschlußschema eines Schichtenspeichers, hier am Beispiel des Solvis Integral

 

Rotex Gas-Brennwert-Gerät, integriert in einen vollisolierten drucklosen Schichtenspeicher

  • mit der Option auf Anschluß eines Solarmoduls zur solaren Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung, Wärmetauscher in Edelstahl
  • mit hygienischer Trinkwasseraufbereitung in einem Edelstahl-Wärmetauscher
  • sehr platzsparende Kompakteinheit auf nur ca. 80 x 80 cm (hinzu kommen nur noch die Anschlußleitungen und die Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitsventil und Ausdehnungsgefäß


Natürlich haben Sie trotz aller Infos noch Fragen, darum rufen Sie mich bitte an oder nehmen Sie mit mir per e-mail Kontakt auf!

Gerne berate ich Sie bzgl. dieser Thematik.

die "beste Anlage" gibt es nicht von der Stange ...

...aber nach Jahren und damit verbunden nach vielen Erfahrungen mit eigenen und von Kollegen gebauten Anlagen kann ich heute sagen:

  • Dämmen Sie Ihr Haus so gut es geht, aber bauen Sie sich keine Konservendose. Je dichter ein Haus ist, desto höher ist die Problematik hinsichtlich Schimmelpilz und Stockflecken durch unzureichenden Abtransport von Luftfeuchtigkeit, d.h. durch unzureichende Lüftung Ihrer Wohnräume bzw. Ihres Wohnhauses. Wenn Sie auf der einen Seite die Außenhülle wärmetechnisch perfektionieren, müssen Sie auf der anderen Seite die Be- und Entlüftung perfekt organisieren, am besten durch eine kontrollierte Wohnraumlüftungsanlage mit integrierter Wärmerückgewinnung (dieses Thema werde ich vielleicht einmal später behandeln, hier würde es nun den Rahmen sprengen)
  • Senken Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizungsanlage so weit wie möglich. Wenn Sie irgendwie die Möglichkeit haben, reißen Sie die Heizkörper von den Wänden, schmeißen Sie Ihren Estrich und den "noch so guten" Bodenbelag auf die Mulde und installieren Sie eine gutgeplante Fußbodenheizung (oder eine Wandheizung) in Ihren Wohnräumen. Das hört sich zunächst schrecklich an und es ist natürlich mit Schweiß und Dreck über mehrere Wochen verbunden, aber langfristig betrachtet (Jahre!) lohnt sich die Investition immer: Sie erhöhen definitiv den Wohnkomfort, senken den Energieverbrauch und bauen sich damit die Option auf höchstmögliche Beheizung Ihrer Wohnräume mit alternativen Heiztechniken in Ihr Haus ein: Solarheizung, Erdwärmeheizung, Wärmepumpenheizung! Dies betrifft auch Besitzer von Mietobjekten: der Energiepass wird unbarmherzig die Spreu vom Weizen trennen, d.h. Gebäude mit nicht mehr zeitgemäßer Heizungstechnik sind nur noch über verminderte Mieten zu vermieten. Wollen Sie das?
  • Geizen Sie nicht bei der Wahl der Heizungs- und Solartechnik: eine gute Planung und Markenprodukte von Firmen, die sich mit der Thematik lange Zeit auseinandergesetzt haben, kosten zwar ein paar Euro mehr, aber das wird sich für Sie auszahlen. Und dank der KFW gibt es doch die Möglichkeit der preisgünstigen Finanzierung über Jahrzehnte, da fallen Mehrkosten von ca. 1000 bis 2000 Euro über so einen langen Zeitraum nicht wesentlich ins Gewicht. Aber Reparaturen, unnötig häufige Wartungen und stromverbrauchende Regelungstechnik und Pumpen müsen von Ihnen vielleicht schon nach kurzer Zeit und sofort bezahlt werden und fressen die Einsparungen bei der Erstinstallation ganz schnell wieder auf! Rückrufauktionen - meistens im mittleren und unteren Marktsegment - sind auch in der Heizungs-Szene nicht mehr unüblich, und meistens zahlen die Hausherren dabei doch noch drauf! (Es wird immer Montags-Autos und Montags-Kessel geben, aber wenn ganze Heizkessel-Serien oder Sonnenkollektor-Reihen nach kürzester Zeit `den Geist aufgeben´, kann 1. der Handwerker und 2. der Endverbraucher sicher sein, dass sie - oft auf ihre (Arbeits-)Kosten - wieder einmal die Versuchskaninchen waren!)
  • Lassen Sie sich Referenzen zeigen, und zwar nicht nur auf dem Papier! Besuchen Sie am besten mehrere von dem Installateur eingebaute Anlagen, lassen Sie sich die Unterschiede erklären (warum hier so und da anders!) und sprechen Sie mit den Bewohnern über Ihre Erfahrungen! Ein gewisenhafter Installateur hat nichts zu verbergen, und seine zufriedenen Kunden haben kein Problem mit einem 30-minütigen Ortstermin (viele sind oft um so stolzer auf Ihre Anlage!).
    • Nehmen Sie nicht den "preiswertesten" Handwerker, den Ihnen Ihr Kegelbruder zwischen Bier und Kranz empfiehlt!
    • Nehmen Sie nicht unbedingt den Platzhirschen (den größten) unter den Heizungsbauern in Ihrer Gemeinde / Stadt! Man darf eine solche Anlage nicht nur marktwirtschaftlich sehen, aber genau so muß ein großer Betrieb seinen Laden führen und seine Angestellten mit Arbeit versorgen. Ein kleiner Betrieb mit mitarbeitendem Chef und tatsächlich engagierten Gesellen ist u.U. die bessere Wahl.
    • Nehmen Sie nicht unbedingt den Installateur, der bei Ihnen schon seit zwanzig Jahren die Wasserhähne repariert. Vertrauen ist gut und schön, aber in diesem Bereich muß Fachwissen und Erfahrung ran!
    • Aber seien Sie auch fair zu Ihrem Handwerker: Lassen Sie jeden Handwerker für sich ein Konzept aufstellen, und am Ende müssen Sie alleine sich dann ohne Wenn und Aber für eines dieser Konzepte entscheiden. Es ist absolut unfair, den ersten die ganze Planungsarbeit machen zu lassen und dann mit diesen Unterlagen hausieren zu gehen. Meistens kommt das doch irgendwie raus, und dann zahlen Sie - ich meine gerechtfertigt - drauf!
  • Im Internet, im Großhandel oder auf Messen bekommen Sie heute viele hydraulische Anschluß-Schemata zu der Thematik "Heizen mit solarer Unterstützung", bilden Sie sich vorab so gut wie möglich. Fast alle namhaften Hersteller bieten komplette Pakete an, alles aus einer Hand bzw. aus einem Haus. Dies ist für die Erstinformation zu dieser Thematik sehr gut, man lernt mitzureden, mitzudenken, man kann die Vorschläge des Installateurs hinterfragen und sogar Gegenargumente liefern. Mir ist ein informierter Kunde lieber, mit ihm kann ich die Dinge grundlegender besprechen, viele Dinge sind von vorneherein logisch bzw. selbstverständlich, und am Ende gibt es weniger Fragen und Rückfragen! Ab und an lernt man von Kunden sogar etwas hinzu, und das muß nicht falsch sein!
  • Mein Konzept für einen typischen 3-5-Personen-Haushalt in einem Gebäude mit Flächenheizung bekommen Sie hier nicht genannt ... ;-) ... nur soviel: ich habe noch nie eine Anlage ein zweites Mal exakt gleich gebaut. Und eine individuell abgestimmte Anlage bekommen Sie niemals nur von einem Hersteller, d.h. ein erfahrener Heizungsbauer kombiniert immer Produkte von mehreren Herstellern., denn jeder Hersteller hat hier seine Stärken und dort seine Schwächen.
 
 

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