Anwendung
der Wärmerückgewinnung
- Wärmerückgewinnung
beim Luftwechsel: Sowohl bei klimatisierten Gebäuden als auch
bei Passivhäusern wird der Energieinhalt der Abluft genutzt,
um die Zuluft zu temperieren. In der kalten Jahreszeit wird die
Zuluft erwärmt und in der warmen Jahreszeit gekühlt. Effizente
Wärmerückgewinnungssysteme mit multifunktionaler Nutzung
verwenden auch im Sommer zur Kühlung zusätzliche Verdunstungskälte
der Abluft und werden somit auch selbst zur Kälteanlage.
- Wärmerückgewinnung
aus Abwasser: In Wohnhäusern ist die Temperatur des Abwassers
normalerweise so niedrig, dass die darin enthaltene thermische Energie
nur mit Wärmepumpen genutzt werden kann. Wärmeübertrager
für Stellen, wo ausreichend warmes Wasser anfällt (Dusche,
Badewanne) sind noch relativ wenig verbreitet. Eine interessante
Entwicklung sind Duschkabinen, bei denen das Kaltwasser mit dem
Abwasser aufgewärmt wird; dadurch kann mehr (aufgewärmtes)
Kaltwasser und weniger Heißwasser zum Duschen verwendet werden.
- Wärmerückgewinnung
bei industriellen Prozessen: Bei vielen industriellen Prozessen
sind hohe Temperaturen notwendig; beim Abkühlen der Produkte,
aber auch aus der erhitzten Umgebungsluft oder anderen Gasen, die
beim Prozess aufgewärmt werden, kann Wärme rückgewonnen
werden. Es lassen sich oft große Energieeinsparungen realisieren,
wenn die unterschiedlichen Temperaturen ausgenutzt werden, d.h.
die Abwärme mit der höchsten Temperatur wird für
den Prozess mit der zweithöchsten Temperatur eingesetzt, die
Abwärme dieses Prozesses für einen Prozess, der bei noch
tieferen Temperaturen abläuft.
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